Darmkrebsvorsorge

Geben Sie Darmkrebs keine Chance!

Jeder, ob kerngesund oder vorbelastet, sollte die Möglichkeiten der Darmkrebsvorsorge nutzen und sich so vor Darmkrebs schützen. Durch die Früherkennung können Tumore im Darm gar nicht erst entstehen.

Der Berliner Darmkrebs-Spezialist Prof. Dr. med. Matthias Pross, Chefarzt der Klinik für Chirurgie, DRK Kliniken Berlin│Köpenick und einer der Leiter des Darmzentrums Köpenick in Berlin erklärt, warum.

 

Darmkrebsvorsorge ist für Jeden wichtig
Was ist Darmkrebs?
Wie entsteht Darmkrebs?
Wie wird Darmkrebs festgestellt?
Welche Untersuchungen bringen Gewissheit?
Diagnose Darmkrebs – was nun?
Entfernung durch Operation
Bekämpfung durch Chemotherapie
Zerstörung durch Bestrahlung
Gezielt gegen Krebszellen vorgehen
Vorbeugung durch gesunde Ernährung und Sport
Bewegung bringt den Darm auf Zack
Gesund leben – Krebs vorbeugen
Ausführliche Informationen zum Thema Darmkrebs
Nützliche Links

Darmkrebsvorsorge ist für Jeden wichtig

Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Todesursache durch Krebs. Bei Frauen liegt Darmkrebs aktuell an zweiter Stelle nach Brustkrebs und knapp vor Lungenkrebs. Bei den Männern steht Darmkrebs ebenfalls an zweiter Stelle, vor Lungen- und  nach Prostatakrebs. Jedes Jahr erkranken in Deutschland 65.390 Frauen und Männer neu an Darmkrebs. 26.662 erkrankte Menschen sterben daran. Viel zu wenige Bundesbürger nehmen die angebotenen Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen wahr. Dabei geben diese Aufschluss darüber, ob der Darm gesund ist oder nicht. Die Darmspiegelung ist eine Form der Vorsorgeuntersuchung – die beste und sicherste im Kampf gegen Darmkrebs, wie Darmkrebs-Spezialist Professor Pross versichert. Allerdings ist diese bei den meisten Deutschen mit Vorurteilen behaftet und ruft Ängste hervor. Viele Menschen empfinden allein schon die Vorbereitung einer Darmspiegelung als unangenehm, denn um korrekte Ergebnisse zu erhalten, muss der Darm natürlich völlig entleert sein. Etwa drei Liter einer speziellen Flüssigkeit, die einige Stunden vor der Untersuchung getrunken wird, sorgen für eine gründliche Darmentleerung. Eventuell geschmackliches Unbehagen dieser Abführlösung lässt sich z. B. mit Zitrone aufpeppen, so der Tipp von Professor Pross, der selbst auch schon eine Darmspiegelung vornehmen lassen hat. Übrigens: Von der Untersuchung des Darms per Endoskop kriegen Patienten, die sich zuvor eine Kurzzeit-Dämmerschlafspritze geben lassen haben, nichts mit.

Was ist Darmkrebs?

Krebs ist der volkstümliche Begriff für bösartige Neubildungen beziehungsweise Tumoren, die aus veränderten Zellen entstehen. Bei diesen Zellen ist die Zellenregulation verändert. Darmkrebs entsteht, wenn die Zellen der Darmschleimhaut sich ungebremst teilen und unkontrolliert wachsen. Langfristig dringen sie in angrenzende Gewebe ein oder sie lösen sich völlig aus ihrem Zellverband und wandern über Blut oder Lymphflüssigkeit in andere Organe, um dort so genannte Metastasen (Tochtergeschwülste) zu bilden.

Wie entsteht Darmkrebs?

Darmkrebs entsteht langsam: Es kann Jahre oder sogar Jahrzehnten dauern, bis sich bösartige Tumore im Darm bilden. In ca. 95 % der Fälle geschieht das durch Entartung gutartiger Wucherungen der Darmschleimhaut, die Polypen oder Adenome heißen. Polypen sind pilzähnliche Wucherungen, die in den Darmraum hineinwachsen. Sie gelten als mögliche Vorläufer von Darmkrebs.

Die Ursachen für die Entstehung von Darmkrebs sind bisher nicht eindeutig geklärt. Man kennt jedoch bestimmte Faktoren, die das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, erhöhen. So haben Wissenschaftler nachgewiesen, dass das Risiko mit dem Alter zunimmt. Besonders groß ist das Risiko zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr. Die Veranlagung für Darmkrebs kann aber auch innerhalb von Familien vererbt werden. Etwa 5 bis 10 % der Darmkrebsfälle gehen auf vererbte Genveränderungen zurück. Die Mehrzahl der Darmkrebserkrankungen tritt allerdings sporadisch auf. Das heißt, es gibt weder eine Erbkrankheit noch eine familiäre Belastung. Die Diagnose kommt dann ohne jegliche Vorwarnung.

Wie wird Darmkrebs festgestellt?

Besonders bei Darmkrebs gilt: Ist die Krankheit früh erkannt, kann sie sehr gut geheilt werden – in frühen Stadien durch eine rechtzeitige Operation bei bis zu 90 %. Bei fortgeschrittenem Darmkrebs sinkt die Heilungschance dagegen auf 30 bis 50 %, bei Spätstadien auf weniger als 5 %. Die wichtigste Rolle in der Vorsorge von Darmkrebs spielt daher die Früherkennung.

Die wichtigsten Untersuchungsmethoden zum Nachweis eines Tumors sind die Tastuntersuchung des Rektums per Finger, der Labortest auf Blut im Stuhl sowie Untersuchungen des Darms per Spiegelung. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen wie dem Test auf verborgenes Blut im Stuhl (Haemocculttest) einmal jährlich zwischen dem 50. und 54. Lebensjahr. Ebenso wird eine erste Spiegelung des gesamten Darms (Koloskopie) zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr und eine zweite frühestens zehn Jahre nach der ersten Untersuchung bei unauffälligem Befund bezahlt. Ab dem 55. Lebensjahr übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten für jährlich zwei Haemocculttests, wenn keine Darmspiegelung erwünscht oder machbar ist. Beim auffälligen Befund des Haemocculttests übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine zusätzliche Darmspiegelung. Ist Darmkrebs schon innerhalb der Familie aufgetreten, wird die Darmspiegelung in allen Altersstufen von der Krankenkasse bezahlt. Sie können jeder Zeit auch außerhalb dieser Untersuchungsintervalle, deren Kosten die Krankenkassen übernehmen, z. B. eine Darmspiegelung veranlassen. Als Selbstzahler müssen Sie dafür etwa 250 Euro berappen – und haben dann jederzeit hundertprozentige Sicherheit.

Welche Untersuchungen bringen Gewissheit?

Wenn Darmkrebs frühzeitig erkannt und behandelt wird, stehen die Heilungschancen sehr gut. Erste Anzeichen dieser Erkrankung lassen sich mit Hilfe einiger Vorsorgeuntersuchungen sicher feststellen. Wie zuverlässig diese sind, erklärt Prof. Dr. med. Matthias Pross, Chefarzt der Klinik für Chirurgie, DRK Kliniken Berlin│Köpenick und einer der Leiter des Darmzentrums Köpenick in Berlin.

Pross

Welche Rolle spielt die Darmspiegelung bei der Darmkrebsvorsorge?

Prof. Pross: Die Koloskopie, besser bekannt als Darmspiegelung, ist die wichtigste Untersuchung zur Vorbeugung und zur gezielten Therapie von Darmkrebs, denn sie zeigt eindeutig, ob der Darm in Ordnung ist. Schon die ersten Anzeichen einer Erkrankung z. B. durch Polypen, also durch gutartige Wucherungen, können bei dieser Untersuchung erkannt und sofort beseitigt werden. Alle anderen Untersuchungen dienen praktisch als Hilfsmittel und sind nicht so sicher und eindeutig im Ergebnis wie die Darmspiegelung.

 

Darmpolypen zählen als Ursprungsherde für Darmkrebs. Sind sie wirklich so gefährlich?

Es gibt viele Arten von Krebs im Körper. Bei vielen weiß man noch nicht eindeutig, woher sie kommen und wie sie entstehen. Beim Darmkrebs ist allerdings bewiesen worden, dass aus einem Polyp im Darm nach einer gewissen Zeit ein Karzinom, also ein Tumor, entsteht. Wenn diese Wucherungen rechtzeitig festgestellt und bei der Darmspiegelung sofort entfernt werden, können die gefährlichen Tumore gar nicht erst entstehen.

Wie sicher sind Stuhl- und Bluttests?

Beim Stuhltest, medizinisch Haemocculttest, wird untersucht, ob Blut im Stuhl vorhanden ist. Allerdings weist dieser Test nicht eindeutig Darmkrebs nach. Wer z. B. viel rohes Fleisch isst, erhält ein positives Ergebnis. Bei ihm wird sicherlich Blut im Stuhl nachgewiesen werden.

Andererseits lassen sich Darmpolypen oder kleinere Tumore nicht generell durch Blutspuren im Stuhl nachweisen. Wenn sie zum Zeitpunkt des Stuhltests nicht bluten, fällt der Test negativ aus und es entsteht ein völlig falscher Eindruck. Man denkt, es ist alles in bester Ordnung. Doch Polypen oder Tumore können unbemerkt weiter wachsen im Darm. Der Stuhl- bzw. Haemoccult-Test hat eine Sensitivität von etwa 60 % - zu wenig, um sicher sein zu können.

Es gibt auch einen Bluttest, bei dem ein mit Darmkrebs assoziierter Biomarker in einer Blutprobe nachgewiesen werden kann. Damit lässt sich feststellen, ob zurzeit etwas im Darm wächst. Der Tumormarker dient aber letztlich nur als Verlaufsparameter und zeigt, ob sich während einer Behandlung oder nach einer Operation bzw. einer Chemotherapie der Ausgangswert bei der Tumorfeststellung verändert hat. Der Bluttest dient heute noch nicht dazu, um einen Tumor zu diagnostizieren. Allerdings nehmen wir als Krankenhaus an einer molekular-genetischen Studie teil, bei der nach solchen Bluttests geforscht wird. Vielleicht gibt’s schon bald einen Bluttest, mit dem sich frühzeitig ein Tumor diagnostizieren lässt.

Tipp: Holen Sie sich noch heute bei Ihrem Hausarzt einen Termin zur Darmkrebsvorsorge. Sprechen Sie ihn auf eine Darmspiegelung an. Je früher Unregelmäßigkeiten im Darm festgestellt werden, desto besser – für Ihre Gesundheit.

Diagnose Darmkrebs – was nun?

Bestätigen Untersuchungen den Verdacht einer Krebserkrankung, gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten. Viele Kliniken wie das Darmzentrum Köpenick in Berlin haben sich auf die Behandlung von Darmkrebs spezialisiert. Hier arbeiten Spezialisten eng zusammen – für einen bestmöglichen Therapieerfolg.

Das Darmzentrum Köpenick verfügt über einen Stab von kompetenten Ärzten, Pflegepersonal, Psychologen, Sozialarbeiter und Seelsorger, die Hand in Hand zusammenarbeiten. Während sich früher die Behandlung auf eine operative Entfernung des betroffenen Darmabschnittes beschränkte, gibt es heute Behandlungskonzepte, die dem jeweiligen Befund und der persönlichen Situation des einzelnen Patienten angepasst werden.

Sobald die Diagnose Darmkrebs feststeht und das Ausmaß der Krebsausbreitung genau bestimmt worden ist, bespricht der Arzt mit dem Patienten, welche Behandlungsschritte durchgeführt werden sollen. Als Behandlungsmethoden kommen die Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie, eine Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie sowie biologische und physikalische Therapien in Frage.

 

Entfernung durch Operation

Die Operation ist nach wie vor das wichtigste Verfahren bei der Behandlung von Darmkrebs. Ihr Ziel ist es, den Tumor mit den angrenzenden Lymphknoten vollständig zu entfernen und damit die Krankheit zu heilen. Kann der Tumor nicht mehr komplett entfernt werden, steht der Erhalt der Darmdurchgängigkeit im Vordergrund. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Metastasen der Lunge, der Leber oder im Bauchraum operativ entfernt werden. Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten der Operation.

Beim so genannten Kolonkarzinom wird je nach Lage des Tumors die rechte oder die linke Seite des Dickdarms herausoperiert. Hierbei handelt es sich um ein standardisiertes Operationsverfahren, bei dem auch die zugehörigen Lymphdrüsen komplett entfernt werden. Anschließend wird der Durchgang des Darms durch Aneinandernähen der Darmenden wiederhergestellt. Die Anlage eines künstlichen Darmausganges ist nur in wenigen Ausnahmefällen erforderlich.

Bekämpfung durch Chemotherapie

Bei einer Chemotherapie werden Medikamente eingesetzt, so genannte Zytostatika, die das Wachstum von Krebszellen hemmen und die Krebszellen dadurch zerstören. Sie werden in der Regel als Infusion verabreicht und verteilen sich im gesamten Körper und erreichen damit auch Tumorzellen, die sich bereits auf andere Körperregionen ausgebreitet haben.

Durch eine Chemotherapie können einzelne Lebermetastasen so verkleinert werden, dass eine anschließende Operation möglich ist – mit der Aussicht auf Heilung. Die Chemotherapie wirkt auf alle sich rasch teilenden Zellen. Dazu gehören nicht nur die bösartigen Krebszellen, sondern auch gesunde Zellen wie die Schleimhautzellen des Verdauungstrakts, Haarwurzelzellen und die Zellen des Blutes. Zu den häufigsten Nebenwirkungen der Chemotherapie zählen daher Übelkeit, Durchfall, Haarausfall, Nervenschädigung und Veränderungen des Blutbildes. Diese unerwünschten Begleiterscheinungen lassen sich jedoch heute gut abschätzen und durch entsprechende Maßnahmen lindern. Sie klingen in der Regel nach Beendigung der Chemotherapie wieder ab.

Zerstörung durch Bestrahlung

Bei einer Strahlentherapie werden mit energiereicher Strahlung Krebszellen zerstört. Im Gegensatz zur Chemotherapie, die im gesamten Körper wirkt, handelt es sich bei der Bestrahlung um ein örtlich, also lokal begrenztes Verfahren. Die Strahlen werden gezielt auf den Tumor gelenkt, so dass das gesunde Gewebe weitgehend geschont bleibt. Menge und Intensität der Strahlen werden je nach Erfordernis auf mehrere Tagen und Wochen aufgeteilt. So lassen sich unerwünschte Nebenwirkungen so gering wie möglich halten.

Die Bestrahlung kann fast immer ambulant durchgeführt werden, ein längerer Aufenthalt im Krankenhaus ist meist nicht erforderlich. Die Strahlen verursachen bei der Behandlung keine Schmerzen bzw. sind nicht spürbar sowie sichtbar. Als Nebenwirkungen einer Strahlentherapie können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Blasenentzündung oder Hautreizungen auftreten, die allerdings behandelbar sind.

Gezielt gegen Krebszellen vorgehen

Im interdisziplinären Darmzentrum Köpenick in Berlin werden Darmkrebspatienten durch die Integration und Koordinierung der Teilbereiche Vorsorge, Früherkennung, Diagnostik, Operation, Chemotherapie, Bestrahlung und Nachsorge optimal versorgt und betreut. Mit vereinter Kraft gehen Chirurgen, Onkologen und Gastroenterologen gegen den Darmkrebs vor.

Professor Dr. med. Matthias Pross, Leiter des Berliner Darmzentrums Köpenick arbeitet sehr engagiert und lässt keine Möglichkeit ungenutzt, um erkranktes, betroffenes Darmgewebe sicher zu entfernen. Viele seiner operativen Eingriffe entziehen sich manchmal der menschlichen Vorstellungskraft und gelten für Patienten und deren Angehörige als chirurgische Kunstwerke.

Pross

Wie weit ist die Chirurgie, um Darmtumore entfernen zu können?

Prof. Pross: Als Chirurg bin ich immer wieder neu gefordert, denn jeder Patient ist einzigartig und damit auch sein Krankheitsbild. In der heutigen Chirurgie sind viele Sachen machbar. So ist es heute gang und gäbe, mit Krebszellen befallenes Gewebe stückweise aus dem Dickdarm herauszuschneiden und die neuen Enden bzw. Schnittkanten entsprechend zu verbinden. Das Wichtigste beim Darmkrebs ist, den tumortragenden Anteil des Darms zu entfernen, inklusive der Lymph- und Blutgefäße.

Mittlerweile operieren wir heute bei weniger ausgeprägten Tumoren im Dickdarm mit der Knopfloch-Chirurgie, bei der die Patienten nur ganz kleine Schnitte bekommen und sich so schneller erholen können. Bei einem Karzinom im Enddarm ist die Therapie anders. Es stehen verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung. Je nach individuellem Tumorstadium wird durch einen Bauchschnitt, mittels minimal-invasiver Technik (Knopflochchirurgie) oder durch den Anus operiert.

 

DarmkrebsvorsorgeEs sind viele Varianten einer Operation und der daran anschließenden Behandlung möglich. Grundvoraussetzung ist natürlich eine gründliche Diagnostik, die zeigt, wie ausgedehnt ist der Tumor ist und ob bereits Metastasen vorhanden sind. Wichtig zu wissen: Um was für eine Art von Tumor handelt es sich, also um welche Gewebeart. Dementsprechend stellt ein Team aus Chirurgen, Strahlentherapeuten, Onkologen, Gastroenterologen, Psychologen ein spezielles Behandlungskonzept auf. Der Chirurg ist also nur ein Teil einer komplexen Behandlungskette.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es, wenn sich Metastasen verteilt haben?

In so einem Stadium ist das behandelnde Team um Chirurgen und Onkologen gefragt. Denn durch eine Operation kriegt man die Tumorzellen nicht mehr aus dem Körper entfernt. Der Onkologe muss helfen, die Tumorzellen abzutöten und die Metastasen zu verkleinern. Erfreulicherweise gibt es seit wenigen Jahren Medikamente, mit denen Tumore bzw. Metastasen abgetötet bzw. verkleinert werden können. Das sind so genannte Antikörper, Wachstumshemmer und andere Medikamente, die genau Tumorzellen angreifen. In Studien auf diesem Gebiet wird versucht die Anwendbarkeit noch weiter zu steigern um das Potenzial dieser Medikamentengruppe vollständig ausschöpfen zu können.

Vorbeugung durch gesunde Ernährung und Sport

Wichtig ist eine gesunde, ausgewogene Kost, die den Körper mit allem versorgen, was er benötigt. Das gilt für gesunde Menschen und natürlich auch für Darmkrebspatienten, die nicht zwingend eine besondere Diät einhalten müssen. Besonders empfehlenswert ist Sport.

DarmkrebsvorsorgeEs sind viele Varianten einer Operation und der daran anschließenden Behandlung möglich. Grundvoraussetzung ist natürlich eine gründliche Diagnostik, die zeigt, wie ausgedehnt ist der Tumor ist und ob bereits Metastasen vorhanden sind. Wichtig zu wissen: Um was für eine Art von Tumor handelt es sich, also um welche Gewebeart. Dementsprechend stellt ein Team aus Chirurgen, Strahlentherapeuten, Onkologen, Gastroenterologen, Psychologen ein spezielles Behandlungskonzept auf. Der Chirurg ist also nur ein Teil einer komplexen Behandlungskette.

 

Bewegung bringt den Darm auf Zack

Die Zeiten, in denen Krebspatienten zur Schonung geraten und von Sport abgeraten wurde, sind vorbei: Heute wird Patienten eine regelmäßige und auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte körperliche Aktivität empfohlen. Denn regelmäßige körperliche Aktivität fördert den Genesungsprozess und hat einen positiven Einfluss auf das physische, psychische und soziale Wohlbefinden. In Studien konnte zudem gezeigt werden, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Wiederauftreten von Darmkrebs durch Sport gesenkt werden kann. Welche Sportarten geeignet sind, bespricht man am besten mit seinem Arzt.

Eine Bewegungstherapie sollte für jeden Betroffenen maßgeschneidert sein und schon im behandelnden Krankenhaus beginnen. In der Reha-Klinik und später zu Hause in Rehabilitations-Gruppen im Sportverein wird sie dann fortgeführt. Anfangs ist es besonders wichtig, Herz und Kreislauf wieder „fit“ zu machen. Im Laufe der Zeit werden Übungen dazu kommen, die helfen, dass der im Alltag wieder beweglicher wird. Untersuchungen haben ergeben, dass regelmäßige körperliche Aktivität auch das körpereigene Abwehrsystem stärkt.

Gesund leben – Krebs vorbeugen

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung und eine individuelle Bewegungstherapie verhelfen Menschen zur Gesundheit. Wie Prof. Dr. med. Matthias Pross, Leiter des Berliner Darmzentrums Treptow-Köpenick erklärt, sollten gerade für erkrankte Menschen eine gesunde Ernährung und Sport ganz oben auf der Dringlichkeitsliste stehen.

ProssStimmt es, dass Sport und eine gesunde Ernährung krebsvorbeugend sind?

Prof. Pross: Das stimmt. Durch eine sportliche Lebensweise hat der Krebs weniger Chancen. Aber natürlich erkranken auch junge, dynamische und sportliche Menschen an Krebs. Wie die Statistik belegt, haben nicht zu dicke Menschen, sportliche Menschen und solche, die sich ausgewogen ernähren, ein geringeres Risiko, an Krebs zu erkranken.

 

Ausführliche Informationen zum Thema Darmkrebs

- Patientenbroschüre des Darmkrebszentrums Köpenick in Berlin

- Faltblatt „Darmkrebs erkennen“

- Faltblatt „Durch dick und dünn – Darmkrebs“

- Faltblatt „Familiengeschichte Darmkrebs“

- Faltblatt „Darmkrebs – Erbliches Risiko testen“

- Faltblatt „10 Tipps gegen Krebs“

- Ratgeber „Darmkrebs“

 

Nützliche Links zum Thema Darmkrebs

Deutsche Krebshilfe e.V.

Felix Burda Stiftung

DKG Deutsche Krebsgesellschaft e.V.

Zertifizierte Darmkrebszentren der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums